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Gesunde Ernährung in der Kita: Mehr als nur Mittagessen

Über 70 % der Kinder in Deutschland essen mindestens eine Hauptmahlzeit in der Kita. Damit sind Kindertageseinrichtungen ein zentraler Ort für Ernährungsbildung — und tragen eine große Verantwortung.

Die aktuelle Lage

Die KiESEL-Studie (Kinder-Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs, BfR 2022) zeigt ein gemischtes Bild: Während die meisten Kitas inzwischen auf Vollkornbrot und frisches Obst setzen, ist der Anteil an Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln nach wie vor zu hoch. Besonders bei den Getränken gibt es Nachholbedarf — Saftschorlen und gesüßte Tees sind in vielen Einrichtungen noch Standard.

DGE-Qualitätsstandards

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat 2022 ihre Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas aktualisiert. Kernpunkte:

Ernährungsbildung statt Ernährungserziehung

Der entscheidende Unterschied: Ernährungserziehung sagt Kindern, was sie essen sollen. Ernährungsbildung ermöglicht es ihnen, selbst kompetente Esser zu werden. Das bedeutet:

Praktische Projekte

Was in der Praxis funktioniert:

„Kinder essen nicht, was gesund ist — sie essen, was sie kennen. Deshalb müssen wir ihnen die Welt der Lebensmittel öffnen.” — Prof. Dr. Mathilde Kersting, FKE Dortmund


Quellen: