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Resilienz bei Kindern: Wie wir seelische Widerstandskraft fördern

Manche Kinder meistern Krisen und Rückschläge scheinbar mühelos, während andere schon an kleinen Herausforderungen zerbrechen. Die Resilienzforschung fragt: Was macht den Unterschied — und können wir diese Fähigkeit fördern?

Was ist Resilienz?

Resilienz beschreibt die psychische Widerstandskraft, die es Menschen ermöglicht, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Die Pionierin der Resilienzforschung, Emmy Werner, begleitete in ihrer berühmten Kauai-Studie 698 Kinder über 40 Jahre und identifizierte zentrale Schutzfaktoren.

Die sechs Schutzfaktoren nach Wustmann

Corina Wustmann hat in ihrem Standardwerk (2004, aktualisiert 2020) die wichtigsten Schutzfaktoren zusammengefasst:

  1. Stabile emotionale Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson
  2. Selbstwirksamkeitserleben: die Erfahrung, Situationen beeinflussen zu können
  3. Aktive Bewältigungsstrategien: Problemlösung statt Vermeidung
  4. Soziale Unterstützung: ein tragfähiges soziales Netz
  5. Positive Selbstwahrnehmung: realistisches, wohlwollendes Selbstbild
  6. Hoffnung und Sinnerleben: Zuversicht und Kohärenzgefühl

Resilienzförderung in der Kita

Die Kita bietet einen idealen Rahmen für Resilienzförderung, weil sie alle Kinder erreicht — unabhängig vom Elternhaus. Konkrete Ansätze:

Selbstwirksamkeit stärken

Emotionsregulation üben

Soziale Kompetenz fördern

Das Programm „PRiK”

Das Programm „Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen” (PRiK) von Fröhlich-Gildhoff und Rönnau-Böse ist eines der am besten evaluierten Resilienzförderprogramme im deutschsprachigen Raum. Studien zeigen signifikante Verbesserungen in Selbstregulation und Problemlösefähigkeiten.


Quellen: